Aktuelles

Vorarlberger Schulvisionen

Wilfried Hämmerle, 25.08.2015

Wir schreiben das Jahr 2020: Die schwarz-grüne Landesregierung mit dem neuen Schullandesrat Harald Walser schafft das bürgerliche 8-jährige Gymnasium ab und drückt Vorarlberg die marxistische Einheitsschule aufs Auge. Es wird somit – und das hat es im deutschen Sprachraum noch nie gegeben – ein ganzes Bundesland zum Versuchskaninchen eines Forschungsprojekts gemacht und für alle 6- bis 14-jährigen eine schulische Monokultur ohne jede Wahlmöglichkeit und ohne Ausstiegsszenario geschaffen. Weiterlesen

Studie zur Gemeinschaftsschule: Schwäbisches Himmelfahrtskommando

Günter Schmid, 19.08.2015

Vorbemerkung des Vorsitzenden der Bildungsplattform: Der im Folgenden wiedergegebene Artikel der FAZ zeigt zwar eindrucksvoll, dass die Gesamtschule (in Deutschland „Gemeinschaftsschule“) alles das, was einschlägige Ideologen versprechen, keinesfalls erfüllen kann (sondern eher das Gegenteil bewirkt). Was aber weniger deutlich zum Ausdruck kommt (wenngleich es an mehreren Stellen zwischen den Zeilen herauslesbar ist), ist die Tatsache, dass viele der dort angepriesenen pädagogischen Maßnahmen (die hierzulande als vermeintliche Gütesiegel der NMS verkauft werden, wenngleich sie dort nur in der Theorie stattfinden), in der Arbeit mit Begabten (also typischerweise in Gymnasien) sehr wohl gut funktionieren. Es soll keinesfalls der Eindruck entstehen, dass sich die Bildungsplattform Leistung & Vielfalt einer positiven Weiterentwicklung unserer Gymnasien durch Umsetzung der wissenschaftlich fundierten Erkenntnisse der aktuellsten Begabungsforschung verschließt. Ganz im Gegenteil ist es uns ein Anliegen, auch unseren Gymnasien jene positive Schubkraft zu verleihen, die etwa den bayrischen Gymnasien derzeit gerade im Rahmen eines über zwei Jahre ausgelegten, aufwändigen Schulentwicklungsprogrammes von Amts wegen verpasst wird. Eine gezielte Lehreraus- und -fortbildung und Schulentwicklung in Richtung auf eine richtig verstandene (d.h. alle Begabungen in all ihren Schattierungen und Dosierungen erfassende) Begabungsförderung à la Bayern wäre ein wichtiger Beitrag und relativ einfach zu setzender Schritt in diese Richtung. Die Expertise dafür wäre auch vorhanden und verfügbar (dem internationalen "Bayern-Team", das sich aus europaweit anerkannten, echten Experten zusammensetzt, gehören auch einige Österreicher, darunter der Schreiber dieser Zeilen, an). Nur werden Letztere hierzulande von den offiziellen Stellen nicht goutiert und müssen hinter den selbsternannten Pseudoexperten, die entweder niemals ein Klassenzimmer von innen gesehen haben oder nach kurzem Wirken dortselbst zwecks Schadensbegrenzung in höhere Regionen entsorgt wurden, zurückstehen. Vielleicht könnte eine simple Information darüber, was anderswo möglich ist, hier helfen? Die Bildungsplattform erblickt jedenfalls darin eine ihrer Hauptaufgaben. Die Hoffnung stirbt zuletzt. Günter Schmid Unzufrieden: An der Geschwister-Scholl-Gemeinschaftsschule in Tübingen sind sich Lehrer und Schüler einig, dass im Unterricht zu wenig gearbeitet wird Die Gemeinschaftsschule ist das Vorzeigeprojekt der grün-roten Landesregierung in Stuttgart schlechthin. Sie soll nicht nur das gemeinsame Lernen ganz unterschiedlich begabter Schüler ermöglichen, sondern dient angesichts der sinkenden Schülerzahlen an vielen Orten des Flächenlandes Baden-Württemberg dazu, den Schulstandort zu sichern. Viele Gemeinschaftsschulen finden sich deshalb im ländlichen Raum, ganz gleich, welche Partei den Gemeinderat gerade regiert. Nun wurde ein vernichtendes Gutachten über die Gemeinschaftsschule bekannt, das vom Kultusministerium bisher unter Verschluss gehalten wird, den Vermerk „nur intern verwenden“ trägt und der Frankfurter Allgemeinen Zeitung vorliegt. Danach gelingt weder die neue Unterrichtsform des selbständigen Lernens mit Lehrern als Lernbegleitern noch die Inklusion oder die besondere Förderung der Schwächsten und Stärksten. Auch die Leistungsbeurteilung ist mehr als fragwürdig. In den Fremdsprachen kommt das Sprechen zu kurz. Weiterlesen

Zentralmatura: Wo bleibt die Kür?

Isabella Zins, 02.07.2015

Gastkommentar im Kurier Der erste Durchgang der neuen Matura an Österreichs Gymnasien ist fast abgeschlossen: Die MaturantInnen haben ihre vorwissenschaftlichen Arbeiten – von der Öffentlichkeit fast unbemerkt – gut präsentiert und stehen kurz vor ihren mündlichen Prüfungen. Im Fokus der medialen Berichterstattung standen vor allem die Ergebnisse der zentralen Klausuren. Die Ergebnisse? Nicht ganz. Interessant für Ministerium und Medien war nämlich nur die Anzahl der Nicht genügend – der Prozentsatz der nicht bestandenen Prüfungen in Englisch, Mathematik und Deutsch ergab ein Bundesländerranking mit den Schlusslichtern Vorarlberg und Wien. Die Anzahl der sehr guten und guten Klausuren interessierte niemanden, sie wurde vom Ministerium (außer in Mathematik) gar nicht erhoben. Das zeigt meiner Ansicht nach deutlich, wo die Reise hingehen soll: in die Mittelmäßigkeit! Weiterlesen

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  • (21.11.2014)

    77,8 % der befragten Vorarlberger lehnen den Vorschlag der Industriellenvereinigung, eine Gesamtschule einzuführen, ab. (Quelle: Vorarlberger Nachrichten vom 21. 11.)

  • (07.10.2014)

     

    Die Bildungsplattform unterstützt die Initiative www.progymnasium.at und lädt alle Mitglieder und Gleichgesinnten zur Unterschrift ein.