Aktuelles

Chancengerechtigkeit in der Bildung

Günter Schmid, 26.10.2014

Im Rahmen des „Sozialworts des Ökumenischen Rates der Kirchen in Österreich hat die Caritas im März 2014 ein Papierunter dem Titel „Bildung: Orientierung und Beteiligung“ erstellt. Wenn in diesem zu Recht „menschengerechte“ Bildung eingefordert wird, dann kann damit wohl nur eine Bildung gemeint sein, die den zu Bildenden in ihrer Rolle als je einmaligen Personen gerecht wird. Sicher nicht gemeint sein kann eine Bildung, die bloß die Selbstgerechtigkeit einiger selbst ernannter „Experten“ befriedigt, die sich anmaßen, eine gemeinsame, für alle gültige Norm für das Prinzip der „Bildungsgerechtigkeit“ festzulegen. Aus der zwar wissenschaftlich belegten (vgl. u.a. Stern/Neubauer, Intelligenz: Große Unterschiede und ihre Folgen, 2013), aber im Interesse einer „political correctness“ gerne ignorierten oder gar geleugneten Tatsache, dass Menschen als einmalige, sich voneinander unterscheidende Individuen genetisch mit unterschiedlichen Begabungen ausgestattet sind, ergibt sich aus christlich-humanistischer Sicht die zwingende Notwendigkeit, das staatliche Angebot an Fördermaßnahmen den unterschiedlichen Begabungen anzupassen – also breit zu fächern. Wenn gelten soll, dass allen Menschen a priori die gleichepersonale Würde zukommt, dann darf es für unterschiedliche Begabungen keinen Unterschied in der Wertschätzung und, infolge dessen, der gesellschaftlichen „Zuwendung“ geben. Für das Bildungswesen bedeutet dies, dass jedem Menschen das gleiche Naturrecht auf die seiner spezifischen Veranlagung am besten entsprechende, am meisten angemessene Förderung zusteht. Weiterlesen

Der begabte Lehrer und sein Feind

Günter Schmid, 25.10.2014

Ob es ein kluger Schachzug des neuen ÖVP-Obmanns war, einen deklarierten Lehrerhasser zu seinem Berater in Schulangelegenheiten zu machen, ist fragwürdig. Und zwar auch dann, wenn dieser Berater die verspätete Rachsucht mancher noch von eigenen Schulkomplexen traumatisierten Menschen publikumswirksam bedient. Denn „gute Schule“ steht und fällt mit den Lehrern. Weiterlesen

Falsche Zahlen bei OECD

Gerhard Riegler, 17.09.2014

Bei der Präsentation der „Education at a Glance 2014“-Studie hat Herr Schleicher eine Folie präsentiert, die die Quote der Sekundarstufe II–Abschlüsse vergleicht, und ausdrücklich auf die niedrige Quote Österreichs hingewiesen. Klarerweise kann dies für Österreich nicht stimmen, da Österreich zu den Staaten gehört, in denen besonders viele junge Menschen diesen Abschluss schaffen. Herr Schleicher hat „großzügigerweise“ die Fußnote ignoriert, die darauf hinweist, dass bei Österreich, warum auch immer, in dieser Grafik die BHS-Abschlüsse fehlen! So fällt Österreich von einem der ersten Plätze auf den drittletzten zurück. Ein schönes Beispiel für die „Kompetenz“ der OECD-„Bildungsabteilung“ ... Weiterlesen

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  • (07.10.2014)

     

    Die Bildungsplattform unterstützt die Initiative www.progymnasium.at und lädt alle Mitglieder und Gleichgesinnten zur Unterschrift ein.